Warum macht ein Kühlschrank gelegentlich Geräusche? Und was ist eigentlich eine Sound-Jury? Was macht Liebherr-Hausgeräte, damit Kühlschränke immer leiser werden? Erfahren Sie hier mehr dazu.

 

Liebherr Silent„Etwas, was akustisch mehr oder weniger stark wahrgenommen wird und was ohne bewusste Absicht durch etwas in Bewegung Befindliches oder Gesetztes entstanden ist.“

(Duden Definition: „Geräusch“)

Liebe FreshMAG-Leserinnen und Leser,

haben Sie noch nie etwas von einem Liebherr-Kühlgerät „gehört“? Nun, auf der einen Seite freut uns das natürlich, dass Liebherr-Geräte so unerhört still und leise sind – auf der anderen (marketingtechnischen) Seite sollte uns dies aber zu denken geben, wenn Sie tatsächlich noch nie von Liebherr „gehört“ haben sollten. Letzteres kann eigentlich nicht sein… Aber das ist eine andere Geschichte. Zugegeben, nur in den seltensten Fällen ist tatsächlich ein Gerätedefekt die eigentliche Ursache für störende Geräusche des Kühlschranks. Aber woran liegt es, dass mancher Zeitgenosse sich dennoch an Geräuschen des Kühlschranks stört? Eine Spurensuche…

Heutzutage mehr Geräuschquellen am Kühlschrank

Dass ein Kühlschrank gelegentlich Geräusche macht, ist eigentlich ganz normal. Aber der Reihe nach… Früher besaß ein Kühlschrank meist nur einen Kompressor und ein Thermostat. Dieses teilte dem Kompressor dann von Zeit zu Zeit mit, wann er „anspringen“ sollte, um die Temperatur im Innenraum konstant zu halten. Heutzutage verfügen moderne Kühlgeräte aber über deutlich mehr Technik in ihrem Innern. Diese ist dann teilweise auch für ungewohnte und als störend empfundene Geräusche verantwortlich.

Geräusche stammen zum Beispiel von:

  • BioFresh-Modul mit Ventilation und Luftklappen
  • NoFrost-Modul mit Ventilation und Abtauheizungen
  • Mehrzonenregelungen mit Steuerventilen im Kältekreislauf
  • Etc.

Hinzu kommt, dass das Kältemittel im Kältekreislauf verschiedene Aggregatzustände (gasförmig bis flüssig) annimmt und dabei im Extremfall Temperaturunterschiede von +80 °C bis -45 °C durchläuft. Durch die dabei stattfindenden physikalischen Prozesse (Ausdehnen, Zusammenziehen,) kann das in Folge natürlich auch bestimmte Geräusche verursachen. 

„Kühlschrank-Flüsterer“: So reduziert Liebherr Geräusche

Bleibt die berechtigte Frage: „Was unternimmt Liebherr-Hausgeräte eigentlich, um solche Geräusche abzustellen oder wenigstens zu minimieren?“ Die Liebherr-Ingenieure und Entwickler unternehmen eine ganze Menge, um die Geräusche von Kühlschränken kontinuierlich, und soweit möglich, zu reduzieren und immer ruhiger und leiser zu machen. So wurden Geräte schon in den 1980er Jahren geröntgt, um die Einspritzgeräusche der Kältemittel am Gerät ausfindig zu machen. Im Laufe der Jahre machte die Akustikforschung bei Liebherr stetig Fortschritte: Heute werden die Geräte in hochmodern ausgestatteten Schallmessräumen speziellen Tests unterzogen, um Geräuschquellen zu lokalisieren und daraufhin entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung vorzunehmen. Wir starten in den Schallmessräumen sozusagen den „Lauschangriff“ auf unsere Geräte, indem wir ganz genau hin- und zuhören.

Drei Beispiele, die zeigen wie Liebherr Geräusche reduziert:

  • Drehzahlgeregelte Kompressoren
    • Während herkömmliche Kompressoren mit ca. 3000 Umdrehungen pro Minute laufen, kommen drehzahlgeregelte Modelle im Standardregelbetrieb mit 1000-1600 Umdrehungen aus. Die niedrige Drehzahl reduziert auch die Geräusche, die vom Gerät ausgehen.
  • Drehzahlgeregelte Ventilatoren
    • Ähnlich wie Kompressoren laufen auch die Ventilatoren drehzahlgeregelt. Also: Nur so oft und so schnell wie nötig, um die Temperatur im Innenraum konstant zu halten.
  • FCKW-freies Kältemittel R600a
  • Das Kältemittel R600a hat im Vergleich zu einem früher verwendeten bei gleicher Temperatur weniger Druck. Dadurch muss auch weniger Kraft von der Technik im Kältekreislauf aufgewendet werden, was wiederum Geräusche reduziert.

Vom Auditorium getestet: Die Liebherr Sound-Jury hört zu

Damit unsere Geräte immer leiser werden, arbeiten bei Liebherr nicht nur Akustiker daran, Geräusche zu minimieren. Eine spezielle „Sound-Jury“, bestehend aus Kolleginnen und Kollegen, die nicht aus der Entwicklungsabteilung stammen, hört in einer Testphase, also bevor neue Geräte auf den Markt kommen, genau hin. Sie gibt den Entwicklern Rückmeldung dazu, wie sie die Geräusche empfindet und wo man noch etwas an der Akustik feilen sollte. So stellen wir sicher, dass auch eine unabhängige Gruppe ihr Geräuschempfinden miteinfließen lässt, um Geräte ständig zu optimieren.

Menschen sind geräuschsensibler geworden

An dieser Stelle sei aber auch erwähnt, dass sich das Geräuschempfinden der Menschen verändert hat und viele heute wesentlich sensibler sind, was Geräusche angeht. Ein Grund dafür liegt unter anderem in der Art und Weise, wie heutzutage Niedrigenergie-Häuser gebaut werden. Bedingt durch gesetzliche Vorschriften wird außen an Fassade und Fenstern gut gedämmt. Folglich dringen kaum mehr Geräusche von außen in die Wohnung und so werden die Geräusche aus dem Inneren, wie beispielsweise die von Hausgeräten, viel intensiver wahrgenommen.

Die neuen Silent-Geräte von Liebherr zur IFA 2017

Liebherr SilentlineÜbrigens: Auf der IFA 2017 zeigt Liebherr-Hausgeräte die neuen Silent-Modelle, die aufgrund ihrer Bauweise und geräuschreduzierter Komponenten extrem leise sind.

  • Wein:                  EWTgb 2383 bisher: 36 dB(A) jetzt: 32 dB(A)
    Best-in-Class: In dieser Produktkategorie gibt es kein leiseres Gerät auf dem Markt* (Lieferbar: 01.01.2018)

 

  • Standgerät:        CB 4815 bisher: 38 dB(A) jetzt: 34 dB(A)
    Einzige Kombination in 34 dB(A) am Markt* mit Kaltlagerfach

 

  • Einbaugerät:      ICP 3334 bisher: 34 dB(A) jetzt: 31 dB(A)
    Best-in-Class: In dieser Produktkategorie gibt es kein leiseres Gerät auf dem Markt*

* Stand: August 2017

Warum Liebherr-Geräte Augen und Ohren „schmeicheln“, erfahren Sie im Video:

 

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