Sie merken, wie sich langsam aber sicher die nächste Erkältung anbahnt? Dann werden Sie vielleicht schon einmal den Tipp bekommen haben, auf die kleinen Fläschchen aus Ingwer- und Fruchtsaftbasis zurückzugreifen. Die Rede ist vom neuen Trendgetränk: dem Ingwer Shot! Dieser soll nämlich als natürlicher Immun-Booster wirken und so unsere Abwehrkräfte im Handumdrehen auf Vordermann bringen. Doch was ist dran an den Versprechen des teuren Superfoods in Fläschchenform? Worauf Sie beim Kauf achten sollten, wie Sie das neue Trendgetränk ganz einfach selbst zu Hause herstellen können und viele weitere spannende Fakten rund um den scharfen Ingwer Shot lesen Sie im folgenden Beitrag.

Alles rund um den Ingwer und unserem neuen Trendgetränk dem Ingwershot erfahren Sie in diesem Beitrag.

 Ingwer – die aus den tropischen Wäldern Indiens stammende Wurzelknolle ist aufgrund ihres würzig-zitronigen Aromas und der leichten Schärfe längst eine beliebte Zutat in Küchen unterschiedlicher Nationen. Aber nicht nur der gute Geschmack hat die kleine Knolle auch hierzulande in ein aufstrebendes Superfood verwandelt: unzählige Gesundheitsversprechen wie beispielsweise das Abwehren von Krankheitserregern ranken sich um den Ingwer. Weitere interessante Informationen rund um die scharfe Knolle finden Sie hier. Mittlerweile hat auch die Getränkeindustrie das Potenzial des Ingwers entdeckt, sodass immer mehr kleine Wundergetränke die Regale der Supermärkte füllen. Doch was steckt drin?

Ein Mix aus Ingwer und Fruchtsäften

 Ingwer Shot ist nicht gleich Ingwer Shot. Der Grund: Der Markt bietet unterschiedlichste Variationen der kleinen Fläschchen an. Grundsätzlich bestehen aber alle Shots aus einem Mix aus Ingwerstücken und -saft sowie anderen häufig gesüßten Fruchtsäften, da der pure Ingwer zum Trinken viel zu scharf wäre. Besonders gerne wird der Ingwer beispielsweise mit Apfel- oder Orangensaft gemischt. Dieser macht dann etwa die Hälfte bis zu drei Viertel des Flascheninhalts aus. Aber aufgepasst: Schauen Sie einmal auf den Zuckergehalt der unscheinbaren Fläschchen, Sie werden erstaunt sein! Denn: In manchen Ingwer Shots befindet sich mehr Zucker als in Cola. Diese Tatsache ist auf den hohen Fruchtzuckergehalt der Säfte zurückzuführen. Manchen Shots wird sogar noch Zucker in Form von Agavendicksaft hinzugefügt. Diese sollten Sie, wenn möglich, also lieber vermeiden.

Achten Sie beim Kauf von fertigen Ingwershots auf den Gehalt vom Zucker.

Obwohl viele Fruchtsäfte, aus denen die meisten Shots zum größten Teil bestehen, eher preiswert sind, lässt sich die Lebensmittelindustrie die kleinen Fläschchen gut bezahlen. So reichen die Literpreise von circa 6 € bis zu ganzen 80 €! Hinzu kommt, dass die meisten Shots in kleinen Einweg-Plastikflaschen mit meist gerade einmal 60 Millilitern abgefüllt werden. Diese verursachen jede Menge Müll und können ganz einfach vermieden werden, ohne dass Sie auf den Genuss des neuen Trendgetränks verzichten müssen! Wie das geht, erfahren Sie jetzt.

Lieber selbst machen, statt kaufen!

 Wer nicht nur Müll sparen will, sondern auch noch den Geldbeutel schonen möchte, kann die kleinen Shots auch ganz einfach selbst herstellen. Alles, was Sie für vier Portionen benötigen, ist Folgendes:

  • 40 g geschälten oder frischen, ungeschälten Bio-Ingwer
  • 130 ml frisch gepressten Orangensaft aus zwei Orangen (mittelgroß)
  • 2,5 g geschälten Kurkuma
  • 15 g (2 Teelöffel) Honig oder ein kleiner Apfel

Für Ihre selbst kreierten Shots den Ingwer und Kurkuma waschen, leicht bürsten und in etwa 1 cm große Stückchen schneiden. Unser Tipp: Die Schale lässt sich auch mit der Kante eines Löffels leicht entfernen. Greifen Sie auf Ingwer in Bio-Qualität zurück, können Sie diesen sogar bedenkenlos ungeschält verarbeiten. Ist der Ingwer jedoch schon etwas älter, sollten Sie ihn dennoch schälen, da die Schale sonst zu viele Bitterstoffe in den Shot abgeben würde. Pressen Sie anschließend den Saft von zwei mittelgroßen Orangen heraus und mischen Sie diesen anschließend mit den Ingwer- und Kurkuma-Stückchen mithilfe eines Pürierstabs für eine Minute auf höchster Stufe. Drücken Sie das Ganze anschließend durch ein sauberes Handtuch und süßen Sie es nach Belieben mit Honig. Alternativ können Sie für mehr Süße auch einen Apfel vor dem Pürieren hinzugeben. Ihre Shots halten sich im normalen Kühlbereich Ihres Liebherr-Kühlschranks nun bis zu vier Tage!

Ingwershot ganz einfach selbst gemacht – wir haben das Rezept. Probieren Sie es einmal aus.

 Das Ergebnis ist nicht nur besonders lecker, sondern liefert auch fast ein Drittel mehr Scharfstoffe! Scharfstoffe sind, wie der Name bereits erahnen lässt, für den typisch scharfen Geschmack verantwortlich. In gekauften Produkten sind sie ein Hinweis dafür, dass vergleichsweise viel und vor allem frischer Ingwer verarbeitet wurde. Außerdem besitzen Scharfstoffe positive Eigenschaften für unsere Gesundheit. Doch wie gesund sind Ingwer Shots nun wirklich?

Ein Lebensmittel und keine Medizin

 Erst einmal ist zu betonen, dass keine wissenschaftlichen Studien am Menschen zur Wirkung der Shots vorliegen. Somit kann nicht belegt werden, dass Ingwer vor einer Erkältung schützt oder diese gar vorbeugen kann. Dennoch zeigen einige Laborstudien, dass Ingwer antiviral, antioxidativ und entzündungshemmend wirkt und damit eine positive Wirkung auf das Immunsystem möglich sein kann. Die Knolle wird außerdem als Medikament gegen Übelkeit und leichte Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Die Wirkung des Ingwers ist bei diesen Beschwerden nachweislich belegt.

Auch wenn damit Werbeversprechen wie „ein Wundermittel gegen Erkältungen“ nicht vollständig belegt sind, haben Ingwer Shots gesundheitlich einiges zu bieten. Die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und sorgen außerdem für die Anregung des Verdauungstraktes. Die enthaltenen ätherischen Öle im Ingwer helfen zusätzlich gegen Magen-Darm-Beschwerden wie beispielsweise Reiseübelkeit.

Hinzu kommt, dass viele Ingwer Shots mit Vitamin C werben, das unser Immunsystem unterstützen soll. Dabei ist der Ingwer selbst oftmals nicht für den hohen Gehalt des Vitamins in den Shots verantwortlich, sondern eher andere enthaltene Zutaten wie z. B. Acerola, Orange oder Sanddorn. Doch haben Sie immer im Hinterkopf: Auch eine rote Paprika am Tag deckt bereits den Tagesbedarf an Vitamin C, sodass Sie hierfür keine teuren Ingwer Shots kaufen müssen.

Wussten Sie schon? Die ätherischen Öle im Ingwer helfen gegen Magen-Darm-Beschwerden.

Die Qual der Wahl: worauf Sie beim Kauf achten sollten

Sie haben nicht die Zeit für einen selbst hergestellten Ingwer Shot und wollen daher auf die unzähligen Angebote am Markt zurückgreifen? Dann haben wir noch einen entscheidenden Tipp für Sie! Kaufen Sie lieber kalt gepresste statt erhitzter Shots, da diese meist mehr Scharfstoffe enthalten und demnach stärker nach Ingwer schmecken. Zusätzlich enthalten sie auch mehr Vitamin C.