Kir Royal

So mancher mag sich noch an den in der 1980er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Mode gekommenen und nicht zuletzt durch die gleichnamige Fernsehserie zum Lieblingsdrink der Bussi-Bussi-Schickeria geworden Aperitif erinnern: den Kir Royal. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass das elitäre Getränk aus einem Champagner, der mit einem Schuss Johannisbeerlikör verfeinert wurde, auf einen eher bürgerlichen Aperitif mit langer Tradition in seiner Heimat in Burgund zurückgeht.

Der klassische Kir, also ohne den royalistischen Zusatz, hatte ursprünglich nichts mit Champagner zu tun, sondern ist schlicht ein frischer Weißwein, dem einige Tropfen Crème de Cassis eine rosa Farbe und eine feine Fruchtigkeit verleihen. Anfangs wurde dieser einfache, zeitlose Drink, der sich nicht nur als Aperitif, sondern auch „einfach so“ zum Plaudern oder zur „Blauen Stunde“ zum Tagesausklang wunderbar eignet, schlicht Blanc-Cassis genannt.

Kir: Namensgeber war Bürgermeister von Dijon

Seinen heute bekannten Namen erhielt das Getränk erst durch Félix Kir, der nach dem Zweiten Weltkrieg Bürgermeister in Dijon war. Er schätzte diese vor allem bei den Weinbauern der Region selbst gern getrunkene Mischung besonders und ließ sie auch bei offiziellen Anlässen der Stadt servieren – sicherlich nicht ohne den Hintergedanken, damit den in seiner Stadt ansässigen Produzenten des Crème de Cassis eine breitere Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Kir, Kir Royal. Wein, Burgund

So schmeckt Kir am besten

Leider wird der Kir heute in Deutschland nur sehr selten in seiner korrekten Form zubereitet. Hierzu sollte es nämlich keinesfalls nur ein beliebiger frischer und trockener Weißwein sein, sondern der traditionelle Bourgogne Aligoté. Diese früher in der Region weit verbreitete Rebsorte erbringt einen sehr rassigen, aber eher schlanken Weintyp, der zwar über wenig Frucht und Körper, dafür aber über umso mehr Säure und Rückgrat verfügt. Ein Tröpfchen Johannisbeerlikör nimmt diesem etwas rustikalen Wein seine Härte und balanciert seine Herbheit wunderbar aus. Allerdings sollte es auch tatsächlich nicht mehr als eine winziger Schuss des Créme de Cassis sein. Am besten schmeckt der Kir nämlich mit einer zartrosa Farbe und einer dezent fruchtigen Kopfnote im Aroma.

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