Wenn Sie bereits tropische Länder bereist haben, dann werden Sie die Papaya vermutlich kennen. Denn in ihren Anbauländern sind sie aufgrund ihres milden und süßlichen Geschmacks äußerst beliebt. In unseren gemäßigten Klimazonen zählt die Papaya noch zu den Exoten, sie ist aber stark auf dem Vormarsch. Aufgrund ihres hohen Vitamin C- und eher geringen Kaloriengehalts, hat sich die große Frucht einen Ruf als Superfood erarbeitet. Ein Grund mehr, weswegen es sich lohnt, einen genaueren Blick auf die Papaya zu werfen.

Papayas oder auch Baummelonen sind die Beerenfrüchte eines baumförmigen Krauts. Der Name „Baummelone“ rührt daher, dass die Pflanze zur Familie der Melonenbaumgewächse gehört. Und auch sonst lässt die Größe der Frucht, die im Schnitt 500 g wiegt, eine Verwandtschaft mit der Melone erahnen. Ursprünglich stammt das Gewächs aus Bolivien und Südmexiko. Schon die dortigen Ureinwohner nutzten die Papaya, inklusive ihrer Kerne und Blätter, als Heilmittel. Spanische Seefahrer haben die Früchte schließlich auch in andere Teile Amerikas, nach Asien und Europa gebracht. Heutzutage ist das Gewächs in fast allen feuchten Tropen und Subtropen zu finden. Die wichtigsten Produktionsländer sind Indien und Brasilien. Als Frucht der Tropen gibt es die Papaya auch bei uns das ganze Jahr über im Angebot.

Zartes Fruchtfleisch mit pfeffrigen Samen

Wenn die Papaya vielleicht noch nicht so oft in Ihrem Einkaufskorb gelandet ist, dann lohnt es sich doch, die große Frucht ein bisschen genauer zu beschreiben. Die unreife Papaya ist zunächst sehr dick und dunkelgrün. Erst während ihres Reifeprozesses entwickelt sie eine dünne, grüngelbe bis gelborangene Haut. Wenn die Papaya sehr reif ist, ist ihre Haut äußerst empfindlich. Unter dieser Schale verbirgt sich das weiche Fruchtfleisch, das außerordentlich saftig und nur leicht süß ist. In der Mitte der Frucht finden sich bis zu 1.000 schwarze Samen. Wussten Sie es schon? Die schwarzen Samen der Papaya sind tatsächlich essbar, obwohl Sie häufig nicht mitverzehrt werden. Aufgrund enthaltener Senfölglykoside schmecken diese allerdings leicht scharf und erinnern an Pfeffer und Kapuzinerkresse. In tropischen Gebieten werden die Samen gegen Darmparasiten eingesetzt. Der einzige Teil der Frucht, der sich nicht zum Verzehr eignet, ist die Schale der Papaya: Sie ist ungenießbar.

papaya auf hölzern tafel

Auch die Samen der Papaya können Sie essen

Auch die inneren Werte können überzeugen…

Nicht nur mit zartem, mildem Fruchtfleisch kann die Papaya uns den Tag versüßen, auch die enthaltenen Nährstoffe können sich durchaus sehen lassen. Angefangen beim Vitamin C-Gehalt, der mit über 80 mg pro 100 g sehr hoch ist, über hohe Gehalte an Betakarotin und Magnesium, bis hin zu einem geringen Kaloriengehalt. Des Weiteren findet sich im Milchsaft das eiweißspaltende Enzym Papain, das zur Herstellung von Arzneimitteln und als Fleischweichmacher verwendet wird. Papain vermag es, zähes Fleisch mürbe zu machen. Wenn Sie jetzt auch Lust haben, das einmal selbst auszuprobieren, legen Sie Ihr Fleisch in Papayamus oder Papayasaft ein, bevor Sie es wie gewohnt zubereiten. Das Enzym fördert durch seine eiweißspaltende Wirkung die Eiweißverdauung und kurbelt die Verdauung an. Durch einen geringen Gehalt an Fruchtsäure ist die Papaya sehr magenfreundlich.

Papaya einkaufen und lagern

Wenn wir Sie jetzt auf den Geschmack gebracht haben, geben wir Ihnen hier nun die richtigen Tipps für den Papaya-Einkauf. Besonders viel über den Reifezustand der Papaya verrät die Schale. Wenn Sie eine reife Papaya kaufen möchten, achten Sie darauf, dass ihre Schale keine Grüntöne mehr aufweist. Zudem können Sie die Frucht auch – sehr vorsichtig – anfassen. Die Schale sollte bei Fingerdruck leicht nachgeben. Übrigens: Wenn die Papaya braune Flecken aufweist, ist das keinesfalls eine Qualitätsminderung. Ganz im Gegenteil, im reifen Zustand sind die Flecken absolut erwünscht.

Wenn Sie Ihre Papaya nach Hause transportiert haben, stellt sich die Frage nach der perfekten Lagerung. Am wohlsten fühlen sich die großen Früchte bei etwa 8° C, dann lassen sie sich im reifen Zustand noch beinahe zwei Wochen lagern. Unter 7 °C sollten Sie die Früchte allerdings nicht lagern, da Kälteschäden auftreten können. Das Fruchtfleisch der Papaya eignet sich darüber hinaus auch gut zum Einfrieren.

Papayas werden unreif geerntet und reifen über die Dauer ihres Transports und Lagerung nach. Das kann, ähnlich wie bei Bananen, dazu führen, dass die noch nicht voll ausgereiften Früchte in unseren Supermärkten landen. Bei Papayas sollte Ihnen das allerdings keine Sorgen bereiten. Die noch nicht ganz reifen Papayas können auch zuhause bei Raumtemperatur nachreifen, bis sie weich und gelb sind, denn die Früchte gehören zu den klimakterischen, also nachreifenden, Früchten.

Papaya auf dem Speiseplan

Hätten Sie es gewusst? Nicht nur die reifen Papayas lassen sich in der Küche verarbeiten, auch die unreifen Früchte können sich auf unseren Tellern sehen lassen. Zum Beispiel eignen sich die noch grünen Früchte hervorragend für Salate oder als Gemüseersatz für Currys und Chutneys. Viele Zubereitungsideen für Papayas finden Sie in unserer Rezept-Datenbank. Vollreife Früchte dagegen lassen sich pur verzehren, mit ein bisschen Zitronen- oder Limettensaft abgeschmeckt. Gleichermaßen eignen sie sich aber auch für Obstsalate oder Süßspeisen. In der Industrie wird Papaya häufig zu Saft oder Konserven verarbeitet. Aufgrund des Enzyms Papain lässt sich die Papaya weniger gut zur Herstellung von gelierenden Speisen verwenden.

Wussten Sie schon von dem Enzym Papain in der Papaya? Kennen Sie leckere Rezepte mit Papaya? Teilen Sie gerne Ihre Erfahrungen mit uns und diskutieren Sie mit uns auf Facebook oder Twitter!


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