Weihnachtszeit ist Backzeit! Lebkuchen, Linzer Sterne, Kokosmakronen oder Vanillekipferl – die Aufzählung könnte unendlich weitergehen. Hat uns das Backfieber einmal gepackt, so ist der Ehrgeiz geweckt, Familie oder Bekannte mit einer möglichst großen Vielfalt der leckeren Weihnachtsplätzchen zu verwöhnen. 

So, nun ist es ist vollbracht! Blechweise unterschiedlichste Plätzchen stapeln sich nach unserem Backmarathon in der Küche. Jetzt heißt es, ab in die Dose damit. Aber natürlich nicht ohne zwischendurch das eine oder andere Naschwerk im Mund verschwinden zu lassen – die ganze Arbeit will doch schließlich belohnt werden! Doch welche Plätzchen können wir zusammen lagern, welche sollten besser in unterschiedliche Behältnisse wandern und wovon hängt eigentlich die beste Lagervariante ab? Dazu schauen wir uns zuerst einmal an, was für unterschiedliche Plätzchen es gibt.

Plätzchen für jeden Geschmack

Bethmännchen, Schwarz-Weißgebäck, Zimtsterne, Vanillekipferl, Engelsaugen, Linzer Plätzchen, Florentiner, Kokosmakronen oder Lebkuchen – da ist für jede süße Naschkatze etwas dabei. Die unterschiedlichen Zutaten der Plätzchen können verschiedene geschmackliche Vorlieben bedienen. Aber auch auf die Lagerfähigkeit haben Zusammensetzung und Konsistenz der kleinen Backwerke einen maßgeblichen Einfluss.

Knusprig und knackig sollen sie bleiben

Knackig-knusprige Plätzchen mit Biss, wie zum Beispiel nussige Ausstechplätzchen oder Haferkekse, sollten nach dem Backen gut auskühlen und anschließend trocken gelagert werden. Durch Aufnahme von Feuchtigkeit verlieren sie an Biss und werden mürbe. Wichtig dabei ist, dass die Plätzchen vor dem Einlagern vollständig ausgekühlt sind, sonst entsteht Kondenswasser im Behältnis. Dieses lässt unsere Plätzchen, je nach Menge, weich oder stellenweise gar matschig werden.

Es scheiden sich die Geister, ob Blechdosen oder Plastikbehältnisse besser geeignet sind zur Aufbewahrung. Wichtig ist jedoch bei der Wahl der richtigen Dose, dass ihre Größe an die Plätzchenmenge, die eingelagert werden soll, angepasst ist. Mit anderen Worten: Die Dose möglichst vollpacken, damit weder zu viel Feuchte noch Sauerstoff aus der Luft in der Dose den Plätzchen schaden können. Denn je größer der Luftraum in der Dose, umso mehr Feuchtigkeit liegt im Behältnis vor, die unsere Backwerke pappig werden lässt und umso mehr Luftsauerstoff kann dazu beitragen, dass unsere Plätzchen eine ranzige Note erhalten und an Aroma verlieren.

Süß verziert mit Zuckerguss, Schokolade und Co. 

Plätzchen mit Verzierungen sind nicht nur lecker, sondern auch ein besonderer Hingucker. Damit das so bleibt, sollten die kleinen Meisterwerke vorsichtig einzeln in Dosen gepackt werden. Beim Stapeln bietet es sich an, eine Lage Backpapier zwischen den einzelnen Schichten zu platzieren. Zu beachten ist, dass die Verzierungen aus Zuckerguss, Schokolade oder Fettglasur vor dem Einlagern vollständig getrocknet, bzw. erkaltet sein müssen. Übrigens: Durch größere Temperaturschwankungen beim Abkühlen unserer Schokoglasur oder bei der Lagerung kann es zur Ausbildung von Fettreif auf der Schokolade kommen. Dabei handelt es sich durch eine auf der Oberfläche der Schokolade sichtbare Umkristallisierung des Kakaofettes – das Grauwerden von Schokolade. Optisch nicht schön, aber dennoch unbedenklich zu verzehren.

Softweicher Hochgenuss

Einige Plätzchen haben einen saftigen Kern. So lieben wir Elisenlebkuchen, deren weiches Lebkuchen-Innenleben von einer Oblate getragen und auf der Oberseite von einer knackigen Schicht Schokolade bedeckt wird. Auch Kokosmakronen, die aus einer luftig-süßen Eischneemasse versetzt mit Kokosraspeln gebacken werden, schmecken am besten, wenn sie schön weich sind. Bei diesen Plätzchen gilt es zu verhindern, dass sie austrocknen. Das erreichen wir durch Lagerung in fest verschlossenen Dosen.

Unsere Oma kennt auch noch den Haushaltstipp, eine Apfelscheibe als Feuchtigkeitsspender mit in die Aufbewahrungsdose zu geben. Bei voll befüllten Dosen ist das nicht notwendig. Lediglich bei Dosen mit einem großen Luftraum besteht die Gefahr, dass unsere Plätzchen ihre Saftigkeit einbüßen, indem sie Feuchte an die Umgebungsluft abgeben. Doch Obacht beim Einsatz einer Apfelscheibe, dass diese nicht zu Schimmeln beginnt! Sie haben keine passende Aufbewahrungsdose zur Hand? Dann können Sie das Austrocknen der süßen Naschereien zu verhindern, indem Sie diese in Folie einschlagen oder in einem Gefrierbeutel lagern.

Mürbeteigplätzchen, wie der Weihnachtsplätzchen-Klassiker Spitzbuben, sind aufgrund ihres höheren Fettgehalts weicher im Vergleich zu den eingangs beschriebenen knackig-knusprigen Plätzchenvarianten. Hier gilt es, Geschmackseinbußen aufgrund von Fettverderb zu verhindern. Am besten schafft man das durch den Ausschluss von Sauerstoff und durch eine kühle Lagerung. Sehr fettreiche Plätzchen können Sie auch ohne weiteres im Kühlschrank lagern. Die Leckereien sollten dann nur einige Minuten vor dem Genuss wieder auf Zimmertemperatur temperiert werden, um ihre vollen Geschmackseigenschaften zu entfalten.
Apropos soft-weicher Hochgenuss: Sie gehören zwar nicht zu den Plätzchen, sollen aber hier trotzdem Erwähnung finden: das Früchtebrot und der Christstollen. Diese beiden Vertreter weihnachtlichen Backwerks gewinnen sogar in den ersten zwei Wochen ihrer Aufbewahrung an sensorischer Qualität hinzu. Der Grund: Feuchte und Gewürzaromen durchziehen das gesamte Backwerk. Am besten werden sowohl Früchtebrot als auch Stollen in Folie eingeschlagen aufbewahrt.

Einfache Tipps zur Genusssicherung

Egal ob mit oder ohne Verzierung, knusprig, saftig oder mürbe: Die Aufbewahrung der Plätzchen sollte am besten in einem kühlen, trockenen Raum erfolgen. Durch ihren geringen Feuchtigkeits- und hohen Zuckergehalt sind Plätzchen gut konserviert. In den Kühlschrank hingegen gehören Plätzchen nur dann, wenn sie Füllungen enthalten, die verderbsanfälliger sind oder wenn sie mit leicht verderblichen Fettbestandteilen zubereitet wurden. Nicht zusammen gelagert werden sollten mürbe und weiche Plätzchen, mit ihren knackig-knusprigen Verwandten. Außerdem ist es ratsam, Plätzchen mit intensivem Aroma, wie etwa Vanillekipferl oder Ingwerplätzchen, separat aufzubewahren. So ist das Geschmackspotenzial eines jeden einzelnen Plätzchens auch noch nach längerer Zeit der Aufbewahrung vollkommen zu genießen. Übrigens: Alle Plätzchen lassen sich gut einfrieren und tauen aufgrund ihres niedrigen Wassergehalts schnell wieder auf. So haben Sie die Möglichkeit, auch Monate nach dem Backerlebnis wieder in den Hochgenuss Ihrer Plätzchen zu kommen.

 

 

 


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