Die Spannung steigt! Das Weihnachtsessen rückt immer näher und damit lässt sich auch diese alljährlich wiederkehrende, bedeutende Frage nicht länger verdrängen: Was soll es Weihnachten zu essen geben? Besonders soll es sein und allen schmecken. Nicht immer eine leichte Herausforderung! Vielleicht ernähren sich Familienmitglieder vegetarisch oder vegan oder Ihnen steht der Sinn nach etwas Neuem. Hier finden Sie Anregungen und Rezeptvorschläge für ein schmackhaftes, bezauberndes Festtagsmenü.

Tierliebe, Umweltschutz, Gesundheit: Gründe für eine vegetarische Ernährungsweise gibt es viele. Dabei handelt es sich bei dieser Ernährungsform, anders als einige Menschen denken, nicht um einen modernen Trend. Vielmehr ist die Vegetarische Ernährung sehr alt und in vielen Kulturen weit verbreitet. Doch auch wer sich nicht grundsätzlich vegetarisch ernährt, kann in einem fleischlosen Festtagsmenü die Vielfalt der pflanzlichen Lebensmittel erleben und etwas Neues und Besonderes probieren.

Wirklich besonders: Fleischlose Menüvorschläge

Grundsätzlich bietet sich an Weihnachten ein vollkommenes, dreigängiges Menü an. So eignen sich als Vorspeise Suppe oder Salat gleichermaßen. Wie wäre es beispielsweise mit einem feinen Blattsalat aus einer Mischung von Kopf- und Feldsalat, verfeinert mit Granatapfelkernen und Maronen? Auch läutet ein stärkender Wintersalat das festliche Menü hervorragend ein. Dazu finden Sie in diesem Beitrag einen konkreten Rezeptvorschlag.

Die Entscheidung fällt auf Suppe? Als leichter Vorgeschmack eignet sich eine Erbsensuppe, womöglich leicht süßlich und vegan mit Kokosmilch zubereitet. Auch dazu finden Sie im Anschluss das passende Rezept. Ansonsten eignen sich natürlich auch klare Suppen, etwa mit Grießklöschen oder Pfannkuchenstreifen aufgepeppt. Hauptsache es bleibt genug Platz im Magen für den Hauptgang!

Der Hauptgang: Sättigend, deftig oder pikant, an Traditionelles angelehnt oder ganz neu. Als Hauptspeise essen viele Menschen an Weihnachten Ente, Gänsebraten oder deftige Kohlrouladen. Sie möchten darauf nicht ganz verzichten? So lassen sich die Kohlrouladen statt mit Hackfleisch, mit Hirse und Schafskäse oder einem Gemüserisotto füllen. Dazu passen Kartoffelbeilagen und Champignons in Rahmsauce. Kartoffelklöße und Rotkohl ergänzen statt Ente auch Fleischersatzprodukte aus pflanzlichem Protein, wie zum Beispiel Seitan. Eine weitere Alternative stellen gefüllte Paprikaschoten dar. Auch dazu wartet schon das passende Rezept auf Sie.

Der Nachtisch setzt dem schmackhaften Weihnachtsessen die Krone auf. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Mousse au Chocolat mit Spekulatius oder Lebkuchengewürz, Zitronen-Quark mit Kardamom, ein Apple-Crumble, ein Apfelsoufflé mit Zimt oder karamellisierte Feigen auf Eis: Entscheiden Sie, wonach Ihnen der Sinn steht. Ernährt sich jemand am Tisch vegan, sind die Feigen auf Eis sehr praktisch. So können Sie neben Ihrem Lieblingseis auch noch eine Packung veganes Eis in der Tiefkühltruhe parat halten. Nun zeigen wir Ihnen einen Rezeptvorschlag für ein feines Apfelsoufflé, das mit seiner zimtigen, fruchtigen Note ebenfalls Potential hat, die Krönung des Weihnachtsfests zu werden.

Ganz konkret: Ein Beispielmenü mit Rezepten

Vorspeise:

Zauberhafter Wintersalat

Zutaten für 5-6 Personen:

  • 3 kleine rote Beeten
  • 150 g Feldsalat
  • 50 g Champignons
  • 1 Knollensellerie
  • 1 großes Bund Schnittlauch
  • 150 g Joghurt
  • ½ Zitrone (Bioqualität)
  • 1 TL körniger Senf
  • 6 EL Raps- oder Leinöl
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 EL Orangensaft
  • 1 EL Walnusskerne

Waschen Sie zunächst die Rote Beete und kochen Sie sie nur solange, bis Sie gerade eben weich ist. Putzen Sie Feldsalat, Champignons, Schnittlauch und den Sellerie und schneiden Sie die Champignons und den Schnittlauch klein. Raspeln Sie den Sellerie und stellen Sie Gemüse und Pilze beiseite, um das Dressing anzurühren. Vermengen Sie Öl, Essig, Zitronen- und Orangensaft und Senf und würzen Sie nach Belieben mit Salz und Pfeffer. Je nach Geschmack kann etwas geriebene Zitronenschale das Dressing weiter verfeinern. Zum Schluss wird der Joghurt untergehoben und der Schnittlauch eingerührt. Nun können Sie das Gemüse auf Tellern anrichten, mit Walnüssen und Champignons bestreuen und das Dressing drüber geben. Dieser Salat gibt Kraft für die Feiertage!

 

Alternativ: Erbsensuppe mit Kokosmilch (vegan)

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein Stück Ingwer (ca. 0,5 – 1 cm)
  • 1 – 2 EL Kokosöl oder Rapsöl
  • 1 kg Tiefkühlerbsen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Pinienkerne
  • Basilikum

Putzen Sie Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer und dünsten Sie alles in Öl an. Anschließend kommen die gefrorenen Erbsen hinzu und werden ca. 5 Minuten mitgedünstet. Dann löschen Sie mit der Kokosmilch und der Gemüsebrühe alles ab. Kochen Sie alles auf und lassen es für ca. 20 Minuten gar köcheln. Wenn die Suppe fertig gekocht ist, wird sie püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Vor dem Servieren können Sie die Pinienkerne ohne Fett anrösten und  Basilikumblätter waschen und feinhacken. Vor dem Servieren wird beides auf die Suppe gegeben. Ein weiterer Tipp: Kokosraspeln als winterliche Deko auf dem Tellerrand verteilen.

Hauptgericht:

Vegetarisch gefüllte Paprikaschoten

Zutaten für 6 Stück Paprika:

  • 6 große rote Gemüsepaprika
  • 400 g Reis (Alternativ: Dinkel oder Couscous)
  • 750 g frischer Blattspinat
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL ÖL
  • 250 g Feta
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Chiligewürz

Zunächst wird der Reis nach Packungsanweisung gegart. Alternativ eignet sich auch Dinkel oder Couscous. Waschen Sie in der Zwischenzeit die Paprikaschoten und schneiden Sie an der Seite mit dem Stiel eine Kappe ab. Nun können Sie vorsichtig das Kerngehäuse herausschneiden. Drapieren Sie die Schoten in einer ausreichend großen Auflaufform.

Waschen Sie den Spinat gründlich und schleudern Sie ihn trocken. Putzen Sie ebenfalls Zwiebel und Knoblauch und dünsten Sie beides zusammen mit dem Spinat in dem Öl an, bis der Spinat in sich zusammenfällt. Schmecken Sie das Gemüse nun mit Salz, Pfeffer und Chili ab. Lassen Sie den Feta kurz abtropfen und fügen Sie ihn zusammen mit dem Reis zu dem Gemüse hinzu. Vermischen Sie alle Zutaten miteinander.

Mit zwei großen Esslöffeln lassen sich die Paprikaschoten nun füllen. Falls etwas von der Füllung übrig bleibt, schmeckt sie wunderbar als Beilage. Gießen Sie nun die Gemüsebrühe neben die Schoten in die Auflaufform. Im 200°C vorgeheizten Backofen auf Ober- Unterhitze schalten und die Schoten werden innerhalb von 20-30 Minuten gar.

Weitere Tipps: Die Deckel klein schneiden und ebenfalls in die Füllung einarbeiten. Sie können mit Knoblauch, Zwiebel und Blattspinat angedünstet werden. Falls Sie keinen Spinat mögen, eignen sich auch feine Zucchiniraspel  oder eine Mischung aus Erbsen und Mais. Die Oberseite der Schote können Sie entweder noch mit Käse überbacken oder aber nach dem Backen mit frischen Kräutern und etwas Crème fraîche verzieren. Fertig ist die farbenfrohe Hauptspeise!

Nachtisch:

Feines Apfelsoufflé mit Zimt

Zutaten für 6 Personen:

  • 3 Nuss- oder Mandellebkuchen (ca.240g)
  • 250 ml Milch
  • 1 Orange (Bioqualität)
  • 4 mittelgroße säuerliche Äpfel
  • 3 Eier
  • Zimt und Zucker

Schneiden Sie als erstes die Lebkuchen in Stücke und übergießen Sie diese in einer Schüssel mit der Milch. Das Ganze muss etwa 30 Minuten ziehen, um aufzuweichen. In der Zwischenzeit können Sie die Orange waschen, die Schale etwa zur Hälfte abreiben und den Saft rauspressen. Waschen Sie außerdem die Äpfel, schneiden Sie sie in Viertel, entfernen Sie das Kerngehäuse und raspeln Sie die Viertel grob. Nun können die geraspelten Äpfel mit der geraspelten Orangenschale und dem Orangensaft vermischt werden.

Trennen Sie nun die Eier und mischen Sie das Eigelb unter die Lebkuchenmasse. Anschließend wird die Apfelmasse ebenfalls untergehoben. Schlagen Sie das Eiweiß steif und ziehen Sie es unter die Lebkuchen-Apfelmasse. Der Teig wird nun in einer gefetteten Auflaufform glattgestrichen, mit etwas Zimt und Zucker bestreut und im kalten Ofen bei 200°C ca. 45 Minuten lang gebacken. Herrlich!


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