Mikroorganismen wie Bakterien und Viren sind unsere ständigen Begleiter. Einige Vertreter meinen es jedoch nicht gut mit uns und unseren Lebensmitteln. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen, hygienischen Verhaltensweisen können wir einiges für unsere Gesundheit und die Qualität und Haltbarkeit unserer Lebensmittel tun. Erfahren Sie hier wichtige Tipps für die Zubereitung und den Erhalt gesunder und leckerer Speisen!

Sogenannte pathogene Keime, also krankheitserregende Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren finden sich auch auf unseren Nahrungsmitteln, in Kühlschränken und auf Küchenarbeitsflächen. Die Folge können Lebensmittelvergiftungen oder Lebensmittelinfektionen sein. Von Lebensmittelvergiftungen sprechen wir, wenn Mikroorganismen im Lebensmittel Gifte produzieren, die dann beim Verzehr der betroffenen Lebensmittel in den Körper aufgenommen werden. Bei Lebensmittelinfektionen hingegen schadet die Aufnahme der Mikroorganismen an sich.

Vermehrungsstopp: Dem Kühlschrank sei Dank

Ein cleverer Helfer für den Schutz vor Lebensmittelvergiftungen und -infektionen ist unser Kühlschrank. Hier halten sich die meisten Lebensmittel nicht nur länger frisch, sondern werden auch von unerwünschten Mitbewohnern in Form pathogener Keime entlastet. Der Grund: Mikroorganismen brauchen günstige Lebensbedingungen, um sich zu vermehren. Bei ungünstigen Bedingungen, wie zum Beispiel niedrigen Temperaturen, können sie sich kaum vermehren. Allerdings dient Kälte nicht dem Abtöten der kleinen Feinde, sondern hemmt lediglich deren Wachstum. Da bei der Entstehung einer Infektion die Dosis an Keimen entscheidet, ist das sehr viel wert.

Um Keime sicher abzutöten, benötigen wir Hitze. Temperaturen von 70-80°C halten Keime nicht aus. Es gilt also: Kühlen bremst Wachstum und Giftproduktion von Keimen, Hitze tötet Keime ab. Manche Keime vermehren sich allerdings selbst bei niedrigen Kühlschranktemperaturen munter weiter. Diese Lebenskünstler lassen sich nur durch starke Kälte, wie sie das Gefrierfach bietet, bremsen. Das erklärt auch die lange Haltbarkeit von tiefgekühlten Lebensmitteln. Neben Kälte hemmen auch andere Faktoren die Vermehrung von Keimen. Ein saurer pH-Wert oder ein niedriger Wassergehalt hemmen Wachstum und Vermehrung von Mikroorganismen in der Regel ebenfalls. Deshalb sind manche Lebensmittel auch leichter verderblich als andere.

Gute Pflege für große Leistung: Kühlschrankhygiene

Der Ort, an dem Lebensmittel längere Zeit lagern, verdient besondere Pflege! Reinigen Sie Ihren Kühlschrank deshalb regelmäßig mit einem milden Reinigungsmittel. Nähere Tipps finden Sie in diesem Artikel. Speisen wollen außerdem in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Das kommt ebenso der Kühlschrankhygiene zu Gute. Um die Temperaturen im Kühlschrank nicht zu erhöhen, sollten Sie nur abgekühltes Essen in den Kühlschrank stellen. Vorgekochte Speisen müssen dazu schnell abkühlen, denn kühle Temperaturen hemmen ja bekanntlich die Vermehrung von Keimen. Hier hilft folgender Trick: Stelle Sie die Reste für einige Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser und Eiswürfeln. Danach ist die Mahlzeit bereit für Kühlschrank oder Gefrierfach.

Hände, Arbeitsflächen, Hilfsmittel: Tipps für eine saubere Küche

Bei der Zubereitung können wir einiges tun, um unsere Lebensmittel und letztlich unseren Körper vor Keimen zu schützen. In der Regel übertragen wir selbst Keime auf unsere Lebensmittel und nehmen sie dann darüber in den Körper auf. Eine gewisse Keimbelastung unseres Körpers ist vollkommen gesund und natürlich. Dass Husten, Niesen oder offene Wunden Keime übertragen ist bekannt. Doch auch ohne Erkrankung können Hände oder Kleidung Mikroorganismen auf unsere Nahrungsmittel übertragen. Eine einfache Verhaltensregel vor der Speisenzubereitung lautet daher: Hände waschen! Legen Sie außerdem Schmuck ab und bedecken Sie Wunden mit einem wasserdichten Pflaster oder Gummihandschuhen. Auch während der Zubereitung ist Händewaschen sinnvoll, wenn Sie etwa mit rohem Fleisch oder Fisch oder mit ungewaschenem Obst und Gemüse in Kontakt gekommen sind.

Hände waschen

Hände waschen ist das A und O für die richtige Hygiene.

So wie Sie Ihre Hände sauber halten, machen Sie es auch mit Arbeitsflächen und Geräten. Für die Reinhaltung der Küche benötigen Sie übrigens keine scharfen Reinigungs- oder Desinfektionsmittel. Diese schaden eher, als zu nützen. Spülmittel, Allzweckreiniger und womöglich noch eine Scheuermilch sind vollkommen ausreichend. Wischen Sie Küchenarbeitsflächen regelmäßig ab. Bei der Zubereitung gilt: Flächen und Hilfsmittel, die mit rohen oder ungewaschenen Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind, sollten danach nicht Berührung mit gegarter oder gewaschener Nahrung haben.

Leeren Sie für ein gesundes Raumklima außerdem Ihre Abfallbehälter rechtzeitig. Mülleimer freuen sich hin und wieder ebenfalls über eine gründliche Reinigung. Einige Dinge in Ihrer Küche verlangen außerdem regelmäßig nach Ersatz. So können Spüllappen zwar einige Male im Kochwaschgang bei mindestens 60°C ihre Runden drehen, sollten aber ebenso wie Spülschwämme und Bürsten auch mal erneuert werden.

Gesunde Ernährung für einen widerstandsfähigen Körper

So wichtig Hygiene in der Küche und eine damit verringerte Keimaufnahme auch ist, spielt für die Vermeidung von Infektionen auch immer das körpereigene Abwehrsystem eine große Rolle. Die Immunität gegen Krankheitserreger lässt sich unteranderem durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung erhöhen. Stöbern Sie in unserem Lebensmittel-Lexikon und lassen Sie sich von frischen Obst- und Gemüsesorten inspirieren!


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