Was tun mit übrig gebliebenen Essensresten oder zu viel eingekauften Lebensmitteln? Diese Frage hat sich bestimmt jeder schon einmal gestellt. Wir haben die Antwort für Sie! Um möglichst viele Vitamine und Nährstoffe in den Lebensmitteln, die Sie nicht frisch verwerten können, zu erhalten, sollten diese länger haltbar gemacht werden. Die Lösung hierfür lautet: Einfrieren. So können Sie ideal Vorräte über einen längeren Zeitraum anlegen und leisten zudem einen signifikanten Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Außerdem lassen sich dank des Tiefkühlfachs kreative Einsatzmöglichkeiten ausprobieren, die jede Menge Spaß machen. Wir haben Tipps gesammelt und erläutern das A und O des Einfrierens.

 

Es ist schon ein Luxus, den wir heutzutage dank Tiefkühlgeräten genießen: Wollte man noch vor hundert Jahren Lebensmittel haltbar machen, dann blieben nur begrenzte Optionen zur Konservierung. Man hat die Nahrungsmittel gedörrt, eingekocht, kandiert, in Essig, Öl oder Alkohol eingelegt, gepökelt oder geräuchert. Schmackhafte Konserven wurden daraus zweifelsohne, doch das Ganze war auch ziemlich zeitaufwändig. Die Erfindung von Tiefkühlgeräten machte es uns hier deutlich leichter: Schnell und unkompliziert lassen sich saisonale Produkte länger haltbar machen.

Wie verlängert Tiefkühlen die Haltbarkeit?

Tiefkühlen versetzt die Lebensmittel inklusive aller enthaltenen lebendigen Organismen in eine Art Kälteschlaf. Die meisten Mikroorganismen und ihre Stoffwechselprozesse funktionieren am besten bei Temperaturen um die 30 °C. Die Kälte im Kühlschrank verlangsamt somit schon viele Reife- bzw. Verderbsprozesse und hier gilt: Viel hilft viel. Je kühler, desto besser. Die im Eisfach herrschenden Minusgrade setzen nahezu alle Stoffwechselprozesse außer Kraft. Der Grund: Wie wir Menschen brauchen auch Bakterien und Co. Wasser zum Überleben. Wenn das Wasser gefroren ist, steht es ihnen nicht zur Verfügung und damit verlängert sich die Haltbarkeit von Lebensmitteln.

Sind tiefgefrorene Lebensmittel also unbegrenzt haltbar? Leider nein, denn trotz der Kälte werden Fette durch den Sauerstoff in der Luft oxidiert. Das Fett wird dann ranzig, was sich durch einen abstoßenden Geruch deutlich bemerkbar macht. Je mehr Fett in Lebensmitteln enthalten ist, desto eher werden sie auch im Tiefkühlfach ranzig. Versuchen Sie daher, die Lebensmittel immer luftdicht zu verpacken und aus Gefrierbeuteln die Luft vor dem Einfrieren herauszudrücken. Doch auch schon kleinste Mengen Sauerstoff reichen für die Reaktion aus. Daher sind fetthaltige Speisen und Lebensmittel nie unbegrenzt lagerbar – ob gefroren oder nicht.

Einfrieren will gelernt sein

Tiefkühlfach auf, Dose rein, fertig? Das geht noch besser, es gibt nämlich einige Tipps, wie Sie zum wirklichen Einfrierprofi werden:

  • Frische Lebensmittel im 4-Sterne-Gefrierfach einfrieren

Gefrierfach ist nicht gleich Gefrierfach: Achten Sie auf die Kennzeichnung durch Sterne: Ein Stern bedeutet, dass im Gefrierfach mindestens – 6 °C herrschen, zwei Sterne entsprechen mindestens – 12 °C, drei Sterne mindestens – 18 °C und vier Sterne sogar noch kälteren Temperaturen. Geräte mit nur drei oder weniger Sternen sind nicht dafür geeignet frische Lebensmittel einzufrieren, sondern lediglich für die Lagerung gefrorener Lebensmittel bestimmt.

Wenn Sie beispielsweise eine Dose mit Speiseresten in Zimmertemperatur in das Tiefkühlfach stellen, dann gibt diese die Wärme an ihre Umgebung ab. Dabei können die anderen gelagerten Lebensmittel so weit auftauen, dass Mikroorganismen aus ihrem Kälteschlaf erwachen, womit dann der Verderb einsetzt. Dies ist also ein Risiko für die Gesundheit. Deshalb: Wer gerne mal Lebensmittel selbst einfriert und nicht ausschließlich gefrorene Supermarktwaren lagern möchte, der sollte unbedingt auf ein 4-Sterne-Fach achten.

  • Keine warmen Speisen einfrieren

Aus obenstehendem Tipp leitet sich auch direkt der nächste ab. Lebensmittel und Mahlzeitenreste, die eingefroren werden sollen, sollten bereits möglichst kühl sein, bevor sie ins Gefrierfach kommen. Vermeiden Sie es also, noch warme Speisen abzufüllen und einzufrieren. Unser Tipp: Speisen auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, in den Kühlschrank stellen und nach einigen Stunden dann ab ins Gefrierfach. Dies beugt einerseits vor, dass bereits tiefgefrorene Waren wieder antauen, aber es hilft auch, die Qualität der Lebensmittel so gut wie möglich zu erhalten.

Der Hintergrund hierzu lässt sich physikalisch erklären. Je schneller der Gefriervorgang abläuft (sprich: das Wasser im Lebensmittel zu Eis gefriert), desto kleiner und feiner werden die entstehenden Eiskristalle. Läuft der Vorgang langsam ab, dann bilden sich große Eiskristalle. Taut man die Lebensmittel dann wieder auf, zerstören die großen Eiskristalle die Zellen und mindern somit die Qualität der Lebensmittel. Für die wünschenswerten kleinen Eiskristalle gibt es in Ihrem Liebherr-Gefriergerät die SuperFrost -Automatik, die die Temperatur schnell auf die maximale Kälteleistung absenkt und so die Kältereserve für vitaminschonendes Einfrieren schafft.

Eine wahre Alleskönnerin: die Eiswürfelform

Wofür verwenden Sie Ihre Eiswürfelform? Klar, Eiswürfel: Wasserhahn auf, Form ins Gefrierfach und wenige Stunden später sind die Würfel gefroren und einsatzbereit. Es gibt allerdings tolle, kreative Ideen, was Sie neben reinem Wasser in die Formen füllen können.

  1. Tipp: Für Eiswürfel mit Pep füllen Sie die Form mit Wasser auf und geben Sie Früchte oder essbare Blüten in die einzelnen Würfel. Besonders schön sind Beerenfrüchte, wie z.B. Himbeeren oder Blaubeeren.

    Eiswürfel mit Früchten

    Eiswürfel mit Früchten einfach selber machen.

  2. Tipp: Ein wenig Lebensmittelfarbe in das Wasser geben. Ein simpler Drink wird so durch bunte Eiswürfel optisch aufgewertet.
  3. Tipp: Fruchtsaft in die Eiswürfelform füllen. Sieht schön aus, kühlt Ihre Drinks und verleiht ihnen ganz nebenbei das Aroma des jeweiligen Fruchtsafts.
  4. Tipp: Portionierung leicht gemacht: Selbstgekochte Brühe lässt sich wunderbar in Eiswürfelformen füllen und dann je nach Bedarf einzeln entnehmen. Da lohnt sich der Kochaufwand!
  5. Tipp: Idealer Helfer zur Resteverwertung: Unser Lieblingstipp ist, Reste in schöne kleine Portionen mithilfe der Eiswürfelform einzufrieren. Z.B. Kokosmilch, von der nicht die gesamte Dose gebraucht wurde, kleine Reste von Saucen oder Pesto eignen sich ebenso.
  6. Tipp: Für alle Eltern: Babybrei, der übrig geblieben ist lässt sich auch wunderbar einfrieren. Toll ist auch der Babybrei-Meal-Prep, also größere Mengen Babybrei selbst zu kochen und diesen dann einzufrieren. Dank der Eiswürfelform kann der Brei dann einfach portionsweise aufgetaut werden.
  7. Tipp: Zuviel Kaffee gekocht? Kein Problem, ab in die Eiswürfelform damit! So lässt sich herrlicher Eiskaffee zubereiten und der Kaffee muss nicht weggeschüttet werden.

    Kaffee Eiswürfel

    Auch Kaffee lässt sich ganz einfach in Form von Eiswürfeln einfrieren.

  8. Tipp: Ein Kräutervorrat lässt sich leicht anlegen und portionieren, wenn Sie gehackte Kräuter in die Eiswürfelform füllen und mit Wasser oder Öl (Achtung: hält sich nicht unbegrenzt lange) aufgießen.

 

 

 

 


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