Ein trendiges Lebensmittel aus Südamerika schubst Johannisbeeren und Heidelbeeren aus dem Blickfeld. Die Acai-Beere hat sich hierzulande einen Namen gemacht, obwohl wir sie nur in verarbeiteter Form vorfinden. Doch was rechtfertigt die Position der fremden Beere im Rampenlicht? Wie lassen sich die guten Eigenschaften der Frucht nutzen und genießen? Erfahren Sie mehr über das „Superfood“ und finden Sie Inspiration für die Zubereitung erfrischender Acai-Bowls.

Ein weiter Weg führt die Acai-Beere zu uns. Als Frucht der Kohlpalme wächst sie ausschließlich in Südamerika, im nördlichen Amazonasbecken. Während sich die Einheimischen über frisch gepressten Saft und ganze Beeren freuen, kommen wir hierzulande nur in den Genuss verarbeiteter Beeren. Ob gefriergetrocknet, püriert, gepresst oder pulverisiert: Dank dieser Verarbeitungsformen, übersteht die Beere den langen Transportweg. Auch die Kapselform ist beliebt, um die Nährstoffe der Beere aufzunehmen.

Acaipulver und -beeren

Bei uns ist die Acai-Beere meist in Form von Pulver erhältlich.

Acai-Beeren in der Ernährung: Eigenschaften des „Superfoods

Macht es Sinn, ein Produkt zu verzehren, dass es bei uns nur in verarbeiteter Form gibt? Die Acai-Beere punktet unter anderem mit einem hohen Calciumgehalt sowie mit einer beachtlichen Menge an Anthocyanen. Anthocyane sind Pflanzenfarbstoffe mit antioxidativer Wirkung. Damit leistet der Verzehr einen Beitrag für unsere Zellgesundheit. Enthaltene Vitamine, ein für Früchte hoher Fettgehalt mit wertvollen, ungesättigten Fettsäuren sowie wichtige Ballaststoffe lassen auf zahlreiche weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften der Acai-Beere schließen.

So sollen sich Acai-Beeren positiv auf die Herzgesundheit und den Cholesterinspiegel auswirken und vor Krebs schützen. Auch haben Sie den Ruf, beim Abnehmen zu helfen, da ihnen eine anregende Wirkung auf Verdauung und Fettstoffwechsel nachgesagt wird. Aussagekräftige, wissenschaftliche Studien, die diese Wirkungen bestätigen, gibt es jedoch kaum. Außerdem hängt die Wirkung stark davon ab, wie schonend das „Superfood“ verarbeitet wurde. So erfahren Qualität und Nährstoffgehalt oft starke Einbußen und der hohe Gesundheitswert geht flöten.

Fazit: Der Speiseplan lässt sich mit Acai-Produkten aufpeppen. Heimische, frische und unverarbeitete Produkte sollten aber an erster Stelle stehen. Das Beste daran: Unsere heimischen Beeren haben vergleichbar hohe Anthocyan-Gehalte. Ob schwarze JohannisbeerenHeidelbeeren oder Brombeeren: Die Natur hat dafür gesorgt, dass wir „Wunderbeeren“ auch vor unserer Haustür finden. Mit einer insgesamt abwechslungsreichen Ernährung mit vielen frischen Lebensmitteln sind wir auch ohne exotische „Superfoods“ sehr gut versorgt.

Hand voll Beeren

Johannis-, Heidel- oder Brombeeren bieten sich super als heimische Alternativen an.

Unerwartet: Erdiger Geschmack statt beeriger Süße

Die Acai-Beere zu kosten, ist ein Erlebnis der besonderen Art: Wer hier einen fruchtig-süßen Beerengeschmack erwartet, mag sich wundern. Die Frucht überrascht stattdessen mit einem erdigen, nussigen, etwas kakaoartigen Geschmack. Der Nachgeschmack nimmt sogar modrige Nuancen an. Sicher ist dieses Geschmackserlebnis eine Frage der Gewöhnung, richtig genießen lässt sich die fremde Beere jedoch am besten in Kombination mit anderen, fruchtigen Beeren. Auch das Acai-Beeren-Pulver schmeckt beerig, da es entsprechend gesüßt ist. Damit ist es geschmacklich weit entfernt von dem eigentlichen Acai-Aroma.

Acai-Bowl: Erfrischendes Powerfrühstück

Na, sind Sie neugierig auf den Verzehr von Acai-Produkten? Eine klassische Zubereitungsform sind sogenannte Acai-Bowls. Mit gefrorenen, heimischen Beeren und Bananen als Basis, sind Acai-Bowls die perfekte Erfrischung oder ein eiskaltes Powerfrühstück an heißen Tagen. Die Zubereitung ist ganz einfach und erlaubt viele Variationsmöglichkeiten. Zahlreiche verschiedene Toppings sorgen zusätzlich für Abwechslung. Acai-Bowls werden nie langweilig!

Ob HeidelbeerenHimbeerenBrombeeren oder eine Mischung: Tiefgekühlt und mit einer Banane püriert, bilden die Früchte die Basis der Bowl. Die Acai Beere gesellt sich dann in Form von 100 g Püree oder einem Esslöffel Pulver dazu. Kokos-, Soja- oder Naturjoghurt sorgen für eine cremige Konsistenz und peppen die Bowl mit weiteren Nährstoffen auf. Für eine etwas flüssigere Variante sorgt die Zugabe von Mandelmilch. Damit ist die eigentliche Bowl fertig. Extra-Tipp: Stellen Sie Ihre Bowl nach dem Pürieren und Mixen für eine Stunde in Ihr Liebherr-Gefrierfach, bevor Sie die Toppings zugeben. Das gibt der Masse einen zusätzlichen Erfrischungseffekt.

Zu guter Letzt sorgen verschiedene Toppings für ein vollkommenes Genusserlebnis. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zusätzliche Früchte wie Kiwi oder Mango oder auch ungefrorene Beeren und Bananenscheiben sind eine farbenfrohe Möglichkeit. Daneben ergänzen Chia– oder Leinsamen, Kürbiskerne oder andere Saaten die Bowl hervorragend. Ebenso sind Kokosraspeln oder Mandelsplitter eine schmackhafte Krönung. Schokosplitter, Müsli oder Haferflocken sind genauso denkbar. Mit einer Mischung verschiedener Toppings lässt sich jede Bowl liebevoll und einzigartig verzieren. Acai-Bowls: Echte Hingucker, ein Hochgenuss und gesunde Nährstofflieferanten!

Acai Bowl

Bei der Zubereitung von Acai-Bowls sind Ihnen keine Grenzen gesetzt.


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