Von Mascaropone über Gorgonzola bis hin zum Pecorino – Käse in all seinen Formen und Facetten ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Bereits bei dem griechischen Dichter Homer schlemmt Odysseus von dem Milchprodukt und die Löcher im Käse haben schon zu manch philosophischen Überlegungen geführt. Doch wie bewahrt man das Lebensmittel eigentlich richtig auf? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Bei Käse handelt es sich bereits um eine Methode zur Konservierung. Vermutlich in der mittleren Steinzeit haben unsere Vorfahren das Molkereiprodukt zufällig entdeckt und seitdem genutzt, um leicht verderbliche Milch länger haltbar zu machen. Und in der Tat halten sich manche Käsesorten auch ohne Kühlschrank mehrere Monate. Dies gilt allerdings hauptsächlich für ganze Käselaibe, die Schutz durch die umgebende Rinde erfahren. Wer nur ein Stück Käse oder sogar Frischkäse aufbewahren möchte, sollte dies im Kühlschrank tun.

Das richtige Kühlschrankfach für jede Käsesorte

Besonders lange haltbar bleibt das Milchprodukt bei einer Lagerung im BioFresh DrySafe. Dieser schafft mit seiner geringen Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von knapp über 0 °C die idealen Rahmenbedingungen, um den Reifeprozess von Käse zu unterbrechen und ihn damit länger genießbar zu machen. Schnittkäsesorten wie zum Beispiel Gouda oder Leerdammer bleiben so wochenlang frisch. Einige Käsesorten wie Hartkäse oder Frischkäse eignen sich zudem zum Einfrieren. Bei -18 °C verlängert sich ihre Haltbarkeit um viele Monate. Besonders gut weiterverarbeiten lässt sich Hartkäse übrigens, wenn er vor dem Einfrieren fein gerieben wird. Auf diese Weise können Sie ihn bei Bedarf einfach auf ihre Pasta oder ihren Auflauf streuen. Wer den Reifeprozess von Hartkäsesorten wie Parmesan oder Bergkäse nicht unterbrechen und diese zeitnah verzehren möchte, sollte diese hingegen oben im Kühlschrank oder in der Variobox aufbewahren.

DrySafe

Der BioFresh DrySafe bietet die idealen Bedingungen, um Käse zu lagern

Was tun bei Schimmelbildung?

Falls sich doch einmal Schimmel auf einem Käsestück bilden sollte, muss dieses nicht unbedingt direkt entsorgt werden. Schimmelt z.B. Hartkäse genügt es, den betroffenen Bereich großzügig wegzuschneiden. Der Rest kann ohne Bedenken verzehrt werden. Weich- oder Frischkäse hingegen muss bei Schimmelbefall komplett entsorgt werden.

Edelschimmel hingegen, wie sie auf Camembert oder Roquefort zu finden sind, geben dem Käse erst ihr spezifisches Aroma. Während bei vielen Weißschimmelkäsesorten bereits die Milch mit den Schimmelpilzkulturen beimpft wird, kommt beim Blauschimmelkäse erst der Käsebruch mit den Kulturen in Berührung. Damit der blaue Edelschimmel gedeiht, wird der Käse während des Reifeprozesses mit Nadeln durchstochen, um Sauerstoff zuzuführen. Diese Arten von Schimmel sind eine Delikatesse und für den Verzehr gedacht.

Schimmelkäse

Der Edelschimmel einiger Käsesorten, wie hier einem Blauschimmelkäse, gilt als Delikatesse

Die Verpackung macht’s

Käse sollte nie unverpackt in den Kühlschrank oder den DrySafe gelegt werden, da er ansonsten austrocknet. Je nachdem, welche Käsesorte Sie einlagern möchten, eignen sich unterschiedliche Verpackungen am besten. Für harte, halbfeste und feste Käsesorten wie Parmesan, Edamer oder Gouda ist spezielles Käsepapier gut zur Aufbewahrung geeignet. Dieses erhalten Sie auch an der Frischetheke im Supermarkt. Die innere Folienbeschichtung verhindert den direkten Kontakt mit Luft, während das äußere Papier den zur Atmung notwendigen Sauerstoff durchlässt. Wer zuhause kein Käsepapier zur Hand hat, kann zur Not auch eine Frischhaltefolie mit einem Messer perforieren und den Käse damit umwickeln. Früher wurden diese Käsesorten auch mit einem salzwassergetränkten Tuch umwickelt. Dabei wurde das Tuch alle zwei bis drei Tage erneuert, um die Feuchtigkeit zu erhalten.

Schnittkäse hingegen hält sich in Wachspapier oder wiederverwertbaren Plastikboxen besonders lange. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass sich in der Verpackung kein Schwitzwasser bildet und der Käse atmen kann. Daneben eignen sich aber auch spezielle Käsedosen zur Aufbewahrung, die zudem noch verhindern, dass der Käsegeruch auf andere Lebensmittel übertragen wird.

Weichkäse wie Brie oder Camembert hält sich in Käsepapier am besten, während Frischkäsesorten wie Mascarpone, Feta, Quark oder Ricotta idealerweise in ihrer Verkaufsverpackung belassen werden. Die Plastikbehältnisse schützen die Sorten vor dem Austrocknen sowie vor Lufteinflüssen.

Käse verpacken

In der richtigen Verpackung fühlt Käse sich am wohlsten

Der Käse ist gegessen… und serviert

Damit Käse seinen Geschmack richtig entfalten kann, sollte er bereits 20 bis 30 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank und der Verpackung entnommen werden. Bei Zimmertemperatur entfalten sich die Aromen besonders gut. Davon ausgenommen sind Frischkäse sowie Quark. Diese müssen sich nicht akklimatisieren und sollten direkt verarbeitet oder verzehrt werden. Zum Servieren von Käse eignen sich übrigens Fichtenholzbretter am besten, da das Holz sowohl Feuchtigkeit aufnehmen sowie bei Bedarf wieder abgeben kann.

Käse servieren

Fichtenholzbretter eignen sich besonders gut, um Käse zu servieren

 

Viele frische Zubereitungsideen für Käse finden Sie übrigens auf unserer Rezeptseite. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zu diesem Beitrag haben, schreiben Sie uns! Nutzen Sie dazu die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag oder diskutieren Sie mit uns auf Facebook und Twitter.

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