Hochwertige Weingläser sind heutzutage schon für relativ wenig Geld zu haben. Es gibt also keinen Grund mehr für die Verwendung minderwertiger Gläser, die den Weingenuss erheblich beeinträchtigen. Doch wie erkennt man hochwertige, dem noblen Getränk angemessene Weingläser? Auf diese vier Eigenschaften sollte man achten:

  1. Materialart

Während besonders billige Weingläser meist aus Normalglas (Kalk-Natron-Glas) bestehen, wie es auch als Fensterglas oder für Flaschen verwendet wird, sind gute Weingläser stets aus Kristallglas gefertigt. Diesem Glas werden zusätzlich auf Basis von geschmolzenem Quarzsand, Kalzium-Carbonat und Natrium-Carbonat mindestens zehn Prozent Metalloxide zugefügt. Kristallglas verfügt über eine deutlich höhere Lichtbrechung, Brillanz der Oberfläche, Festigkeit und bessere Schleifbarkeit. Früher galt hierbei das Bleikristall als besonders edel. Dieses findet heutzutage jedoch aus produktionstechnischen Gründen kaum mehr Anwendung in der Trinkglas-Herstellung– statt des Bleioxid kommen nun andere Metalloxide zum Einsatz. Weinkenner schwören darauf, dass Kristallglas den Wein spürbar feiner und ausdrucksvoller duften lässt als einfaches Normalglas. Dies ist insbesondere bei sehr dünnwandigen Gläsern der Fall, die auch in ästhetischem Sinne ein Genuss sind und der edlen Natur des Produkts entsprechen.

  1. Form

Hochwertige Weingläser sollten sich zum Glasrand hin stets etwas verjüngen, das heißt, der größte Durchmesser des Korpus darf sich nicht am Rand des Glases befinden. Dieses – häufig auch als Tulpenform bezeichnete – Design konzentriert den Duft des Weins am Glasrand und ermöglicht ein angenehmes Schwenken mit der Hand. Für besonders komplexe Weine wie beispielweise große Burgunder ist sogar eine noch bauchigere Form, das sogenannte Ballonglas, zu empfehlen. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung müssen hochwertige Weingläser jedoch keineswegs zwingend aus handwerklicher, das heißt mundgeblasener Herstellung sein. Die Fertigungstechnik für maschinengeblasene Gläser ist bei den führenden Herstellern heutzutage so weit perfektioniert, dass es auch aus dieser industriellen Produktion ausgesprochen hochwertige und dennoch bezahlbare Gläser gibt.

Rotwein und Weinfass

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  1. Volumen

Das Volumen des Glaskorpus sollte stets in einem vernünftigen Verhältnis zur Ausdruckskraft und Komplexität des Weins stehen. Ein einfacher Wein wird in einem zu großem Glas ausdruckslos und geradezu „verloren“ schmecken. Ein vollmundiger Wein hingegen, kann sich in einem zu kleinen Glas nicht voll entfalten und schmeckt daher „eingesperrt“.

  1. Glasrand

Ein besonders wichtiger und oft vergessener Faktor ist die Beschaffenheit des Glasrands, also jene Stelle, von der der Wein beim Trinken in den Mund fließt. Bei Gläsern minderer Qualität findet man meist einen rundlichen Wulst. Dieser schmälert das Geschmackerlebnis erheblich, da er den Wein auf der Zunge relativ eindimensional und im Nachhall eher kurz erscheinen lässt. Hochwertige Gläser erkannt man daher daran, dass der Glasrand stets sauber geschliffen ist und keine Verdickung aufweist.


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