Dass sich nicht jeder Wein gleichermaßen für eine lange Lagerung eignet, ist mittlerweile auch weniger erfahrenen Weinfreunden bekannt. Doch wie unterscheiden sich hierbei eigentlich Weiß- und Rotweine?

Wenn man über das Lagern von Weinen spricht, sollte man sich zunächst immer bewusst machen, dass es im Bezug darauf grundsätzlich drei Gruppen von Weinen gibt. Da sind zum einen die Konsumweine für den alltäglichen Genuss, wie man sie üblicherweise im Lebensmitteleinzelhandel kaufen kann. Diese Weine schmecken zum Zeitpunkt der Abfüllung am besten und sollten nicht allzu lange aufbewahrt werden, da sie sonst relativ rasch ihre Qualität verlieren. Die nächste Gruppe ist jene der gut gemachten  Standardweine, die ihre Qualität während der Lagerung über einen gewissen Zeitraum halten können, sich dabei aber nicht wirklich verbessern. Und schließlich gibt es die dritte Gruppe jener besonders hochwertigen Weine, die ihre Qualität während der Lagerung nicht nur halten, sondern diese dadurch sogar noch steigern und verfeinern können. Im Gegensatz zum weiterverbreiten Glauben ist diese dritte Gruppe jedoch die bei weitem kleinste und bezieht sich tatsächlich nur auf besonders hochwertige Gewächse.

Nicht jeder Wein eignet sich zur Lagerung über einen längeren Zeitraum

Aber wie sieht es dabei insbesondere mit den Rotweinen aus? Hierzu ist es interessant zu wissen, dass sich die Weinbereitungsart je nach Farbe unterscheidet. Der große Unterschied in der Erzeugung von Weiß- und Rotweinen liegt darin, dass bei Ersteren nur der ausgepresste Traubensaft vergoren wird, während bei Letzteren üblicherweise der Saft zusammen mit den Traubenschalen verwendet wird. Dadurch löst sich nicht nur der in den Traubenschalen enthaltene Farbstoff, sondern auch die dort vorkommende Gerbsäure, die dann für das in vielen Rotweine mehr oder weniger schmeckbare (eigentlich: fühlbare) leicht pelzige Gefühl am Gaumen verantwortlich ist.

Heurige

Nicht alle Weine eignen sich für die lange Lagerung

Beaujolais Primeur und Trollinger aus Württemberg lieber genießen statt lagern

Diese Gerbsäure ist aber auch ein wichtiges Antioxidans, das helfen kann, den Wein besser altern zu lassen. Deshalb gelten Rotweine mit hohem Gerbsäuregehalt, das sind jene, die in ihrer Jugend deutlich „pelzig“ schmecken, oft als besonders gute Kandidaten für eine lange Reifeentwicklung. Es darf dabei aber nicht übersehen bleiben, dass es auch Rotweine mit sehr geringem Gerbsäuregehalt und ganz allgemein eher zurückhaltender Struktur gibt. Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind jugendlich-fruchtige und besonders zugängliche Rotweine wie der schon kurz nach der Ernte abgefüllte Beaujolais Primeur oder der leichte, hellrote Trollinger aus Württemberg. Solche Weine eignen sich trotz ihrer roten Farbe meist nicht zur Lagerung und sollten jung mit ihrer frischen Fruchtigkeit und jugendlichem Charme genossen werden.

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