Der Markt bietet eine Fülle an Zubehör und unzähligen Gadgets, die dem Weinliebhaber den Genuss verschönern sollen. Doch welches Weinzubehör braucht man wirklich? Der Liebherr-Master-Sommelier Frank Kämmer gibt Rat.

Sicher hat sich jeder, der in einer Flasche Wein mehr sieht als nur ein wohlschmeckendes Getränk, schon einmal Gedanken darüber gemacht wie man dem edlen Rebensaft im Umgang am ehesten gerecht wird. Tatsächlich sind es aber vor allem vier Dinge, auf die man hierbei besonderen Wert legen sollte. Dieses Weinzubehör sollte nicht fehlen:

1. Gläser

Gute Weine brauchen gute Gläser, um ihre Qualität vollständig präsentieren zu können. Ein hochwertiges Weinglas zeichnet sich durch eine ganze Reihe von Eigenschaften aus. So sollte das Volumen stets in einem vernünftigen Verhältnis zur Intensität und Komplexität des Weines stehen. Die Proportion von Glaskörper und Stil sollte ausgewogen sein, so dass sich das Glas mit dem eingefüllten Wein angenehm schwenken lässt. Hochwertige Gläser sind meist besonders dünnwandig und haben – besonders wichtig – statt des bei einfachen Gläsern üblichen Wulstes, einen geschliffenen Rand. Doch auch das Material selbst hat Einfluss auf den Weingenuss. So duften Weine in hochwertigem Kristallglas meist intensiver und klarer als in einfachen, billigeren Glasarten. Als Grundausstattung sollte man sich auf vier Glasformen konzentrieren:

  • Ein kleineres Universal-Weißweinglas
  • Eine etwas größere Version für körperreichere Weißweine, Roséweine oder leichtere Rotweine
  • Ein größeres Glas in Tulpenform für körperreichere Rotweine
  • Ein schlankes, tulpenförmiges Glas für Schaumweine
  • Ergänzen könnte man diese Auswahl gegebenenfalls noch durch ein Ballonglas für Burgunderweine
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Hochwertige Weingläser zeichnen sich durch eine Vielzahl von Eigenschaften aus

2. Korkenzieher

Auch die schönsten Weine bringen wenig Freude, wenn schon das Öffnen der Flasche zum Problem wird. Ein ordentlicher Korkenzieher ist also unerlässlich – und dennoch fehlt er nach wie vor in so manchem Haushalt. Dabei muss es aber keinesfalls gleich ein teures High-Tech-Gerät sein. Ein einfacher Hebelkorkenzieher, auch Kellnermesser genannt, wie man ihn oft als Werbegeschenk von Weingütern oder Vinotheken findet, reicht völlig aus. Selbst professionelle Sommeliers arbeiten fast immer nur mit diesem simplen Werkzeug. Wichtig hierbei ist, dass der Dorn, der sich in den Korken bohrt, spindelförmig gewunden ist, man also quasi einen Zahnstocher in seine Achse stecken könnte. Nur mit einer solchen Form kann man auch festsitzende Korken sicher lösen. Die üblichen Haushaltskorkenzieher haben hingegen meist einen an einen Bohrer erinnernden Dorn, der deutlich weniger Halt im Korken findet.

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Als Korkenzieher tut es auch ein Kellnermesser

3. Karaffe

Eine Karaffe zum Servieren des Weines ist keinesfalls nur als Teil der Tischkultur anzusehen. Gerade bei so manchen hochwertigen Rotweinen kann das Dekantieren, also das Umgießen des Weins in eine Karaffe, durchaus auch aus geschmacklichen Gründen wichtig sein. Drei Gründe gibt es für dieses Unterfangen.
Erstens: Ein junger Wein wird durch die Sauerstoffzufuhr reifer und runder, die adstringierende Gerbsäure wird weicher.
Zweitens: Ältere Rotweine haben manchmal ein Sediment, das so genannte Depot, in der Flasche. Dies wird beim vorsichtigen Umgießen in der Flasche zurückbehalten.
Drittens: Gewisse Weine können eventuell kurz nach dem Öffnen etwas stumpf oder gar muffig schmecken. Hier hilft die Sauerstoffzufuhr dem Wein, seine Blume zu entwickeln; bei sehr alten Weinen verfliegen dabei auch störende Substanzen wie die flüchtige Essigsäure. Und selbst so mancher charaktervolle Weißwein kann durchaus davon profitieren, wenn man ihm in der Karaffe die Luft zum Atmen lässt.

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In Karaffen kann man Wein perfekt dekantieren

4. Keller

Wer nicht nur kurzfristig, sondern auch über einen längeren Zeitraum, ja vielleicht sogar über Jahre hinweg, Freude an seinen Weinflaschen haben möchte, der kommt nicht umhin, sich um korrekte Lagerbedingungen für seine Schätze Gedanken zu machen. Denn zu hohe oder oft schwankende Temperaturen, Erschütterungen oder intensives Licht während der Lagerung können schon recht rasch zu Qualitätseinbußen führen. Die Lagerung der Flaschen im Küchenregal sollte also, wenn überhaupt, auf nur wenige Wochen beschränkt bleiben. Wer länger Freude an den feinen Rebensäften haben möchte, richtet eine Lagermöglichkeit im Keller (kühl, dunkel und erschütterungsfrei) ein. Wer jedoch über keinen solchen Keller verfügt, der sollte die Anschaffung eines entsprechenden Lager- bzw. Temperierschrank in Erwägung ziehen. Liebherr-Hausgeräte bietet dazu eine große Fülle an Geräte an.

Erfahren Sie hier mehr zu den Wein-Temperier- und Lagerschränken.

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Wer keinen Weinkeller hat, lagert Wein am besten in einem Weinkühlgerät

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